Was haben Gurkengläser und Joghurtbecher gemeinsam? Sie sind perfekt für ein einfaches DIY-Anzuchtsystem! Mit wenig Aufwand entsteht eine clevere Lösung, die deine Jungpflanzen optimal mit Wasser versorgt und gleichzeitig kräftige Wurzeln fördert.
Kapillarbewässerung muss weder teuer noch kompliziert sein – mit ein wenig Kreativität aus Alltagsgegenständen wie leeren Gurkengläsern und Joghurtbechern kannst du ein cleveres System zur Anzucht von Jungpflanzen bauen.

Ein einfaches DIY-Setup funktioniert so: Das Gurkenglas dient als Wasserreservoir, während ein Joghurtbecher als Pflanzeinsatz fungiert. Durch ein Loch am Boden des Bechers wird ein Baumwollstreifen mit Knoten zur Sicherung gezogen.



Danach wird der Becher mit Erde oder Anzuchtsubstrat gefüllt, die Jungpflanze eingesetzt und der Becher so in die Glasöffnung gesetzt, dass der Baumwollstreifen als „Docht“ vom Wasser ins Substrat reicht. Über diese Kapillarwirkung zieht sich die Erde kontinuierlich Feuchtigkeit nach oben – die Pflanzen werden gleichmäßig versorgt, ohne dass man ständig gießen muss.


Der große Vorteil dieser Methode zeigt sich besonders bei der Wurzelbildung. Die Wurzeln wachsen gezielt in Richtung der Feuchtigkeitsquelle und bilden ein dichtes, kräftiges System aus. Gleichzeitig bleibt die Erde gleichmäßig feucht, aber gut belüftet, was gesunde und widerstandsfähige Wurzeln fördert und die Entwicklung der Jungpflanzen beschleunigen kann.

Neben den praktischen Vorteilen ist diese Methode auch nachhaltig: Statt neue Anzuchttöpfe zu kaufen, werden vorhandene Materialien wiederverwendet. So entsteht mit wenig Aufwand ein effizientes, ressourcenschonendes Mini-Anzuchtsystem für die Fensterbank.