Goldrutensalz selber machen – ein aromatisches Kräutersalz aus der kanadischen Goldrute

Die goldgelben Blüten der Kanadischen Goldrute kannst du dir auf besondere Weise haltbar machen und ein außergewöhnliches Wildkräutersalz für deine Küche herstellen.
In diesem Beitrag zeige ich dir ein einfaches Rezept für Goldrutensalz.

links: Kanadische Goldrute (Solidago canandensis), rechts.: Echte Goldrute (Solidago virgaurea)

Die Goldrute ist eine wunderschöne Wildpflanze, die im Spätsommer mit ihren leuchtend gelben Blüten zahlreiche Wiesen, Wegränder und Böschungen schmückt. Doch die kanadische Goldrute ist nicht nur eine auffällige Pflanze in der Natur – sie lässt sich auch wunderbar für selbstgemachte Kräuterprodukte verwenden. Eine besonders einfache und zugleich interessante Möglichkeit ist Goldrutensalz.

Sowohl die echte oder gewöhnliche als auch die kanadische Goldrute enthalten ätherische Öle, Diterpene, Flavonoide, Gerbstoffe und Saponine. In der traditionellen Volksheilkunde werden Blüten und Blätter seit jeher vielseitig genutzt. Dabei sind vor allem die Blüten interessant, denn in ihnen sind die wertvollen Pflanzenstoffe in besonders konzentrierter Form enthalten. Für die Herstellung von Goldrutensalz können die Blüten sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden.

Rezept für Goldrutensalz

Zutaten:

  • 100 g mittelgrobes Steinsalz
  • 5- 6 frische Blütenstände

Zubereitung:

  1. Die kleinen Einzel-Blüten von den Rispen abstreifen
  2. Den Boden des Mörsers mit einer Schicht Salz bedecken, darüber eine Schicht Blüten geben und mit einer weiteren Schicht Salz abdecken – alles miteinander vermörsern bis Salz und Blüten eine gelbe Masse ergeben
  • 3. Das noch feuchte Goldrutensalz auf Backpapier ausbreiten und 1 – 2 Tage trocknen lassen – danach kann es in ein verschließbares Gefäß abgefüllt werden.

Verwendung und Haltbarkeit:

Goldrutensalz lässt sich vielseitig in der Küche verwenden und verleiht Suppen, Salaten, Gemüsegerichten, Kräuterbutter oder Kartoffelgerichten eine besondere, würzige Note.
Auch zum Verfeinern von Brotaufstrichen oder herzhaften Speisen ist es wunderbar geeignet. Gut getrocknet und luftdicht, dunkel sowie trocken gelagert, ist selbst gemachtes Goldrutensalz mehrere Monate haltbar.
Am besten bewahrst du es in einem sauberen Schraubglas auf und achtest darauf, dass keine Feuchtigkeit hinein gelangt.

Wie der Name Kanadische Goldrute schon verrät, stammt sie ursprünglich aus Nordamerika. Ihre enorme Ausbreitungskraft hat mittlerweile zu ihrer Klassifizierung als invasiver Neophyt geführt.
Eine Teilstrategie der Eindämmung könnte die konsequente Nutzung der dennoch wertvollen und attraktiven Pflanze sowohl in der Küche als auch für die Hausapotheke sein.
Mehr dazu erfährst du hier.

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